Programm

Hauptprogramm

Das Hauptprogramm des 21. Deutschen Kongresses für Versorgungsforschung können Sie nachfolgend herunterladen.

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Plenarsitzungen

Plenarsitzung 1: Changing health care through innovation

Datum: 5. Oktober 2022
Uhrzeit:

11:15 - 13:00 Uhr

Die Covid Pandemie hat am Beispiel der Entwicklung der Impfstoffe gezeigt, was an innovativer „sprunghafter“ Entwicklung innerhalb kürzester Zeit in Krisensituationen möglich ist. Dies erforderte mit der mRNA-Technologie einen besonderen Kenntnisstand der Wissenschaft, aber auch Menschen, die die besonderen Chancen verstehen, eine kritische Masse an Geld und Köpfen zusammenzubringen, um dann ein Projekt von dieser Größenordnung innerhalb kürzester Zeit umzusetzen.

Wir haben Referent:innen eingeladen, um die Geschichte der Entwicklung des Covid-Impfstoffes zu erzählen, um besser zu verstehen, welche weiteren Aspekte notwendig sind, um Innovation zu befördern und möglichst schnell in die Versorgung zu bringen.

In dem Vortrag von Dr. Bernhard Ultsch, Director Market & Policy Affairs von Moderna Deutschland, wird dargestellt, wie es gelungen ist nach Ausbruch der Corona-Pandemie in Wuhan innerhalb kürzester Zeit einen Impfstoff herzustellen, der dann nach Prüfung auch weltweit verimpft werden konnte. Nach der Präsentation soll mit dem Referenten diskutiert werden, wie man mit diesen Erfahrungen Entscheidungen für weitere Sprunginnovationen in der Medizin treffen kann. Hierzu gehört die Frage einer Priorisierung von Entwicklungsfeldern, z.B. Metastasenbekämpfung in der Onkologie und welche Methoden hierzu eingesetzt werden? Welche Rolle spielt hierbei die Versorgungsforschung mit ihrem Zugang zu Registern und großen Datenbanken?

Im zweiten Vortrag wird die Wissenschaftsjournalistin und Medizinerin Dr. Marlene Heckl zu „Anforderungen an die Kommunikation wissenschaftliche Innovationen im Transferprozess in die Gesundheitsversorgung“ sprechen. Aspekte sind hier die Risikokommunikation, die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bürger:innen und die Mitsprache in Innovationsprozessen.

Plenarsitzung 2: Wissen überprüfen – Versorgung verbessern

Datum: 6. Oktober 2022
Uhrzeit: 13:30 - 15:00 Uhr

Der Wissenszuwachs, z.B. Erkenntnisse aus abgeschlossenen Studien im Bereich der Versorgungsforschung oder klinischen Medizin allgemein, ist enorm. Diese Ergebnisse finden häufig Eingang in Metaanalysen und darüber in die Evidenzbasierung der Medizin. Die Qualität der zugrundeliegenden Studien wird häufig nicht mehr überprüft, sondern als gegeben hingenommen. Dies führte in der Vergangenheit und führt auch aktuell immer wieder zu Leitlinienempfehlungen, die so nicht richtig sind und zum Teil erhebliche Konsequenzen für Patient:innen und das Gesundheitssystem haben.

Prof Dr. Christoph U. Correll (Charité Berlin) wird sich in seinem Vortrag mit diesem Thema am Beispiel der Psychopharmakotherapie bei psychischen Erkrankungen auseinandersetzen. Um die Zukunft zu gestalten, müssen wir Mechanismen in der Versorgungsforschung etablieren, um einerseits neue Daten zu „kuratieren“, d.h. auf ihre Reliabilität, aber auch insbesondere auch Validität zu überprüfen und möglichst schnell in korrekte evidenzbasierte Empfehlungen für den Praktiker zu bringen.

Im zweiten Vortrag wird Prof. Dr. Michel Wensing (Universitätsklinikum Heidelberg) zeigen, dass die Entwicklung der „Living Guidelines“ eine Beschleunigung dieses Umsetzungsprozesses bewirken kann, der jedoch noch durch eine transparente Implementierungsstrategie begleitet werden muss.


Plenarsitzung 3: Partizipative Ansätze – Trialogische Aspekte

Datum: 7. Oktober 2021
Uhrzeit: 12:45 - 14:15 Uhr

Versorgungsforschung soll die Qualität von Versorgung für die Patient:innen verbessern, aber auch die Effizienz unseres Versorgungssystems nach vorne bringen. Wir wissen, dass das deutsche Gesundheitssystem gut, aber teuer ist und wollen über innovative Wege nachdenken es weiter in seiner Qualität zu verbessern und dabei finanzierbar zu gestalten. Ein wesentlicher Aspekt ist die Einbeziehung der „User/Patient:innen“, die nicht nur passive Nutzer des Gesundheitssystems und seiner Angebote sein sollten, sondern bei Neuentwicklungen früh eingebunden und diese auf dem weiteren Weg begleiten müssen.

Dr. Simon Denegri (Academy of Medical Sciences) wird über den Stand partizipativer Forschung in Europa berichten und seinen Fokus auf erfolgreiche Konzepte und Ansätze richten, die bisher in Deutschland wenig vorhanden sind. Prof. Dr. Steffi Riedel-Heller (Universitätsklinikum Leipzig) stellt verschiedene Stufen der Partizipation vor und referiert über Projekte, in denen mit Betroffenen und Angehörigen Leitlinien entwickelt werden. Anschließend folgen Statements von Angehörigen und Betroffenen über Erfahrungen mit Forschungsprojekten und über Voraussetzungen und Befähigungen auf allen Seiten, die notwendig sind, um gemeinsam forschen zu können. Abschließend werden konkrete Schritte diskutiert, wie wir die partizipative Forschung in der Versorgungsforschung in Deutschland weiter entwickeln können.

Kongressformate und Zielgruppen

Kongressformate

  • Plenarvortrag
  • Vortragssession/Symposium
  • Poster
  • State of the Art
  • Debate
  • Forschende lernen von Forschenden (Methoden-Diskurs)
  • Podiumsdiskussion
  • Science Slam
  • Arbeits- und Fachgruppentreffen

Zielgruppen

Akteure, Entscheider, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Vertreterinnen und Vertreter, Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Auszubildende aus

  • universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen
  • Patienten- und Selbsthilfeorganisationen
  • Krankenhäusern, Praxen, Pflegediensten, Rehabilitationseinrichtungen usw.
  • Institutionen im Bereich der Qualitätssicherung, Evaluation, Evidenz- und Leitlinienentwicklung, Gesundheitspolitik sowie Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
  • Organisationen der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen
  • Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitswesen und -management sowie Unternehmen der pharmazeutischen Industrie und der Medizintechnik